Sauberes Trinkwasser weltweit – dafür setzt sich Viva con Agua seit seiner Gründung 2009 gemeinsam mit einem offenen Netzwerk ein.

Was ist Viva con Aqua?

Viva con Agua ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, allen Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Mit den universellen Sprachen Musik, Kunst und Sport sensibilisieren und aktivieren wir Menschen, um Spenden für sauberes Trinkwasser zu generieren und fördern Wasserprojekte im In- und Ausland.

Viva con Agua Logo - Be the reason

Wie setzt Viva von Agua diese Mission um?

Viva con Agua steht für das Leben! Wir nennen uns selbst All-Profit Organisation und setzen auf freudvolle Aktionen und eine positive Kommunikationskultur, um Spendengelder zu generieren. Dabei richtet sich unser Fokus auf vier Teilbereiche:

Aktivieren:

Wir motivieren Individuen und Organisationen an einem gesellschaftlichen Prozess positiver Veränderung teilzunehmen, denn nur ein engagiertes Leben ist ein erfüllendes Leben. Sinnstiftend entfalten wir unsere Ideen und ermuntern andere zum Mitmachen. Musik, Kunst und Sport sind dabei universelle Sprachen, mit denen wir Impulse setzen.

Inspirieren:

Wir inspirieren Menschen sich kreativ und freudvoll für das globale Thema Wasser einzusetzen. Im Fokus dabei steht, die weltweite Wassersituation und Sanitärversorgung zu verbessern. Durch konkrete Bildungsaktivitäten erfahren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, inwieweit ihr Verhalten und ihr Beitrag ganz konkret die Lebensumstände von Menschen weltweit verbessern.

Vernetzen:

Durch verbindende und synergieorientierte Kooperationen vernetzen wir unsere dezentralen Unterstützer und entwickeln damit eine stabile Plattform als gesellschaftlichen Hebel für positive Veränderung. Jeder ist willkommen und eingeladen seine individuellen Fähigkeiten einzubringen, seine eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln, sowie Verantwortung zu übernehmen und strategisch mitzubestimmen.

Transformieren:

Viva con Agua kreiert durch die Unterstützung konkreter WASH-Projekte (Wasserversorgung, Sanitäranlagen, Hygiene) weltweit gesellschaftlichen Wandel im Sinne von WASSER für ALLE und verleiht Zeit, Geld und Energie damit einen übergeordneten Sinn! Den Kontakt und Austausch mit SupporterInnen und Begünstigten weltweit möchten wir pflegen und respektvoll auf Augenhöhe erlebbar machen!

Was passiert mit den Spendengeldern?

82% der Einnahmen fließt in unsere Projektarbeit, das heißt in Aktivitäten in der Schweiz zur Sensibilisierung für das Thema Wasser sowie in WASH-Projekte rund um die Welt – WASH steht für Wasser, Sanitär und Hygiene. Damit verbessern wir die Lebensumstände vieler Menschen langfristig und nachhaltig, sodass wir bereits mehr als 500’000 Menschen dauerhaft mit sauberem Trinkwasser versorgen konnten. Mit der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas hatten wir von Beginn weg (und haben es noch heute) eine starke Partnerin an unserer Seite, welche die Wasserprojekte professionell und angepasst an die lokalen Gegebenheiten realisiert.

Eine kurze Viva con Agua Historie

  • 2005 wird die Idee zu VCA nach einem Trainingslager des FC St. Pauli auf Kuba geboren.
  • 2006 wird offiziell der Verein Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. gegründet.
  • 2008 laufen VCA-Aktivisten zu Fuß von Hamburg nach Basel – der Grundstein für VCA Schweiz ist gelegt.
  • 2009 folgt die Gründung von Viva con Agua Schweiz als gemeinnütziger Verein.
  • 2009 erhält Gründer Benjamin Adrion stellvertretend für VCA das Bundesverdienstkreuz am Bande.
  • 2010 gründen wir die VCA-Stiftung und sichern so die Idee und die Ideale langfristig.
  • 2010 starten wir unser erstes Social Business. Die VCA Wasser GmbH wird gegründet und das erste VCA-Mineralwasser verkauft.
  • 2011 findet die erste Projektreise von VCA Schweiz nach Mosambik statt – über 300’000 Menschen profitieren.
  • 2013 wird Viva con Agua Österreich als gemeinnütziger Verein gegründet.
  • 2014 steigt die Zahl der ehrenamtlichen VCA-Supporter auf über 6.000.
  • 2014 ist das VCA-Netzwerk in über 40 europäischen Städten aktiv und die Zahl der ehrenamtlichen VCA-SupporterInnen steigt auf über 6.000.
  • 2015 wird Viva con Agua Netherlands als gemeinnütziger Verein gegründet.
  • 2015 steigt die Zahl der ehrenamtlichen VCA-Supporter auf über 10.000.
  • 2015 startet mit VCA Kampala (Uganda) die erste Ehrenamtscrew in einem Projektland.
  • 2015 findet das erste Kunst- und Kulturfestival “Neusicht” mit über 50 Künstlerinnen im Neubad, Luzern statt.
  • 2016 profitieren bereits über 1.8 Millionen Menschen weltweit von den unterstützten Wasserprojekten.       
  • 2017 Viva con Agua Schweiz wird mit dem Nachhaltigkeits-Sonderpreis ECO in Basel ausgezeichnet.
  • 2017 Viva con Agua Schweiz bringt das Mineralwasser, abgefüllt bei der Goba Mineralquelle im Appenzell, auf den Markt.
  • 2018 das erste Mattenhof-Festival findet im gleichnamigen Hotel in Interlaken statt.     
  • 2019 Viva con Agua Mosambik wird in Maputo gegründet, für VCA Schweiz die erste Organisation in einem Projektland.

Einige Viva con Agua- Projekte im Überblick

Sierra Leone

Sierra Leone liegt in Westafrika und grenzt an Guinea und Liberia, sowie im Westen an den Atlantik. Insgesamt hat das Land 7 Millionen Einwohner. Nach einem verheerenden Bürgerkrieg, der erst im Jahr 2000 endete, ist das Land bis heute mit dem Wiederaufbau und der Aufarbeitung seiner Geschichte beschäftigt. Hinzu kommt eine durch die Ebola-Epidemie ausgelöste humanitäre Krise. Die politische Situation und die Sicherheitslage sind relativ stabil, es finden freie Wahlen statt.

Wirtschaft und soziale Systeme sind jedoch eher schwach ausgebildet. Das gilt auch für den Bereich WASH (Wasser, Sanitär Hygiene). 30% der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und ca. 85% der Menschen haben keinen Zugang zu einer sanitären Grundversorgung.

Die Projektregion Bonthe Island ist besonders stark betroffen. Das Archipel liegt an der südlichen Küste, etwa 120km von der Hauptstadt Freetown entfernt. 60% der dort lebenden Menschen nutzen Wasser aus ungeschützten – und damit potenziell verschmutzten – Quellen. Zusammen mit der Welthungerhilfe und der lokalen NGO SEND setzt Viva con Agua auf Bonthe Island ein innovatives Projekt um: Mit dem nachhaltigen Trinkwasser-Self-Supply-System EMAS in Kombination mit Mikro-Krediten. Dieser Ansatz verbessert die WASH-Situation, kurbelt gleichzeitig die lokale Wirtschaft an und sorgt so für Empowerment der Bevölkerung des Archipels.

Simbabwe

Simbabwe ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Die Projektregion KweKwe liegt in der Midlands Provinz und ist mit 100.900 Einwohnern die siebtgrößte Stadt des Landes. In Simbabwe haben 35% der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sogar 63% keinen Zugang zu einer angemessenen Sanitärversorgung!

Momentan herrscht in Simbabwe eine Wasserkrise, ausgelöst durch eine anhaltende Dürre und Auswirkungen des Klimawandels. Rund 2 Millionen Menschen haben aufgrund dessen derzeit kein sauberes Wasser. Dürre ist auch eines der größten Probleme in KweKwe: Sowohl Wasser- als auch Lebensmittelsicherheit sind nicht gewährleistet.

Äthiopien

Äthiopien ist für Viva con Agua ein besonderes Land. Und das nicht nur, weil es eines der Schwerpunktländer unserer Wasserprojekte ist, sondern weil die Verbindung zu Projekten vor Ort schon beinahe so alt ist wie Viva con Agua selbst!

 

2006 startete das erste von Viva con Agua unterstützte Projekt in Äthiopien und seitdem haben wir auch langjährige Partnerschaften und Freundschaften aufgebaut. Deshalb sind die jährlichen Projektbesuche vor Ort immer auch ein Wiedersehen von Freunden.

Dabei wurden und werden in dem Land verschiedene Wasserprojekte von uns unterstützt, denn Äthiopien zählt trotz positiver Entwicklungen innerhalb der letzten Jahre nach wie vor zu den ökonomisch schwächsten Ländern der Welt. Dies wird auch daran deutlich, dass nur 63,7% der Bevölkerung über einen angemessenen Anschluss an eine Trinkwasserversorgung verfügen. Für Viva con Agua und seine Partnerorganisationen ist das die Motivation, sich weiterhin für Wasserprojekte einzusetzen.

Die unterstützten Projekte befinden sich sowohl im ländlichen als auch im urbanen Raum. Denn obwohl Äthiopien stark landwirtschaftlich geprägt ist, wachsen auch die Großstädte stark an und stellen so neue Herausforderungen an die Trinkwasserversorgung und an den Zugang zu sanitären Anlagen in neu entstehenden Randbezirken der Städte. Beispiel für urbane Herausforderungen ist dabei nicht nur die Hauptstadt Addis Abeba mit rund 3,2 Millionen Einwohnern (2015), sondern auch die Stadt Bahir Dar im Norden des Landes. Hier unterstützt Viva con Agua Projekte, damit auch Schulen der Stadt sauberer werden und Zugang zu Trinkwasser haben.

Indien

Indien ist als siebtgrößter Staat der Erde, der größte Staat in Südasien und mit einer Fläche von 3 287 263 km² neunmal größer als Deutschland. Mit 1,35 Mrd. Einwohnern und einem jährlichen Bevölkerungswachstum von 1,11%, belegt Indien in der Weltrangliste Platz 2 unter den Nationen.

 Es ist ein Land der Gegensätze, das u.a. moderne Hochtechnologie und extremen Reichtum mit extremen Formen der Armut, Kinderarbeit und der Diskriminierung ethnischer Minderheiten (Adivasi) und Kastenlosen (Dalit) sowie Frauen verbindet.

Das hohe Wirtschaftswachstum der letzten Jahre hat die regionalen Entwicklungsunterschiede und das zunehmende Gefälle zwischen Wohlstand und prekären Lebenslagen verschärft. 33 % der indischen Bevölkerung leben im urbanen Raum und Megastädte wie Neu-Delhi oder Mumbai haben erhebliche Herausforderungen für den WASH-Bereich zu bewältigen. Dazu gehört beispielsweise der mangelhafte Anschluss von Stadtvierteln und Slums an ein Wasserversorgungsnetz oder das Fehlen von Toiletten auf engem Lebensraum.

Engagement für das Menschenrecht auf Wasser

Die Wasserknappheit gehört zu den größten Herausforderungen für die Umwelt. Staudämme und künstliche Bewässerungssysteme sollen die Wasserversorgung in trockenen Gebieten sicherstellen. Eine übermäßige Bewässerung ist jedoch vielerorts eine der Gründe für sinkende Grundwasserspiegel. Verschmutztes und verseuchtes Wasser trägt wesentlich zur Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten bei. Nur knapp 56% der indischen Bevölkerung hat Zugang zu sanitären Anlagen.

Viva con Agua engagiert sich daher im Zuge der Projektmaßnahmen für die Sensibilisierung der Menschen zum Thema “Menschenrecht auf Wasser”. Die freudvollen Aktionen sollen am Ende in konkreten Aktionsplänen für Wasserprojekte enden. Das Projekt erstreckt sich über die sechs Bundesstaaten Madhya Pradesh, Uttar Pradesh, Chattisgarh, Odisha, Bihar und Jharkhand.

Nepal

Nachdem ein 2012 von Viva con Agua und der Welthungerhilfe (WHH) gestartetes Wasserprojekt in Nordindien überraschend schnell großartige Erfolge feierte, weiteten wir das Projekt aus und erreichten den Süden von Nepal.

 Inzwischen unterstützen wir gemeinsam mit der WHH und der lokalen Partnerorganisation RRN (Rural Reconstruction Nepal) Projekte im ländlichen Raum Nepals.

Im Projektgebiet Chitwan stehen Schulkinder, Mädchen und Frauen im Fokus, da besonders sie durch einen nicht adäquaten Zugang zu sanitären Anlagen und sauberem Trinkwasser benachteiligt werden.