“Be the Reason” ist ein Projekt das im Oktober 2019 durch Marcus Ullrich als Idee angefangen hat und im Laufe des Jahres 2020 immer mehr umgesetzt wurde. Dabei hat sich das Projekt stets weiterentwickelt. “Auf Grund einer Operation war ich 7 Wochen ans Bett gefesselt und überlegte mir, was kann ich persönlich tun, ändern oder ins Leben  rufen kann, um dem Klima und unserer Umwelt zu helfen”. Die Idee von “Be the Reason” war geboren. “Ich stiess im Internet auf ein Label unter welchem für jedes verkaufte Produkt, ein Baum gepflanzt wird. Eine tolle Sache, dachte ich. Aber wieso “nur” Bäume pflanzen und nicht alle unterstützen, die auch anderweitig etwas für das Klima und die Umwelt tun“.  

 Nun musste erst einmal herausgefunden werden, was es für Organisationen gibt, die sich für Klima und Umwelt einsetzen. Dies erreichte ich schliesslich dank vielem Rumfragen und langem Recherchieren und ich fand ca. 14 Organisationen, die sich teils ehrenamtlich für das Klima und die Umwelt einsetzen. Nach dem Recherchieren fing der Mailverkehr an. Denn um Partnerorganisationen zu gewinnen, mussten alle diese Organisationen erst einmal über die Idee und das Projekt informiert werden. Ziel war es, zwischen 4 und 7 Organisationen zu überzeugen. Nach längerem Mailverkehr, konnten dann 5 Organisationen überzeugt werden.

Welche Organisationen wurden überzeugt und was tun diese?

Es ist für alle eine Win-Win Situation. Die Organisationen bekommen jeweils Ende Monat einen gewissen Betrag, dieser hängt natürlich davon ab wie viele Produkte verkauft wurden und wie viele Käufer sich entschieden haben, eine bestimmte Organisation zu unterstützen. Der Kunde selbst bekommt ein qualitativ hochwertiges Streetwear Produkt, mit einem einzigartigen Logo und hat gleichzeitig eine Organisation unterstützt, die weiterhin etwas für das Klima und die Umwelt tun kann. Des Weiteren wird dem Kunden auch gezeigt, welche Organisationen es gibt und was diese tun. Gleichzeitig hilft jeder Kunde “Be the Reason” damit, den “Brand” zu verbreiten. So wird gewährleistet, dass jede Person, selbst wenn diese kein Produkt kaufen möchte, weiss an wen sie sich wenden kann, wenn sie etwas für das Klima oder die Umwelt tun möchte.

Wie im Onlineshop aufgelistet und vorgestellt, kümmert sich jede Organisation um einen anderen Bereich.

Sea Shepherd setzt sich gegen Wilderei und illegales Fischen auf den Weltmeeren ein. So wird der Artenschutz in den Weltmeeren gewährleistet.

Viva con Agua setzt sich in ärmlichen Ländern dafür ein, dass beispielsweise Dörfer ohne Trinkwasserzugang, damit versorgt werden.

The Ocean Cleanup setzt sich auf den Weltmeeren und grossen Flüssen dafür ein, dass Unrat und Plastikmüll, der einfach in die Gewässer geschüttet wird, entfernt wird.

Plant for the Planet kümmert sich um den Schutz der Wälder und gibt auch Seminare an Schulen, mit dem Ziel die jungen Generationen für die Wichtigkeit der Wälder, für das Klima und das Tierreich zu sensibilisieren.

Trash Hero säubert die Umwelt, egal ob an Stränden oder in Städten oder an von Unrat und Plastikmüll verschmutzen Orten. Mehrere Male im Monat veranstalten sie Aktionen, bei denen sich Freiwillige anmelden und helfen können.

“Be the Reason” ist es wichtig das alle unsere Produkte aus Europa stammen und aus einem nachhaltigen Rohstoff bestehen. Um zu schauen wie die Idee überhaupt ankommt, fange ich mit Shirts und Hoodies im Streetwear-Style an. Ein geeigneter Hersteller musste gefunden werden. Es dauerte ungefähr drei Wochen, im Internet eine Plattform zu finden, auf welcher europaweite Hersteller ihre Arbeit anbieten. Zum zweiten Mal ging der Mailverkehr los. Hersteller aus Portugal und der Türkei wurden näher ins Auge gefasst, da dies Länder sind, die einen grossen Anteil an Baumwolle besitzen. Ein Hersteller aus der Türkei gewann dann in einem längeren Telefongespräch das Vertrauen von “Be the Reason”. Bei diesem Hersteller wird von der ersten Faser, bis zum fertigen Paket, alles an einem Ort produziert. Das heisst, dass das Produkt während der Produktion keine umweltschädlichen und unnötigen Wege zurücklegt. Nebenbei wurde weiterhin auch noch fleissig am Logo gebastelt, da dieses aussergewöhnlich sein soll, um in den Köpfen der Leute hängenzubleiben. Hierzu hatte ich beste Unterstützung von einem Kollegen und einer Kollegin die künstlerisch sehr begabt sind. Als dann das Logo fertig wurde, musste es nur noch durch einen Grafiker digitalisiert werden. Kleinere Änderungen waren noch nötig bis das fertige Logo dann bereit war. Nun konnte der nächste Schritt in Angriff genommen werden und die ersten Muster wurden in Auftrag gegeben. Mit dem Hersteller wurde, um Fehler zu vermeiden, jeden Tag. Der Hersteller hat mir eine Vorlage geschickt, um mir zu helfen, mein Shirt und mein Hoodie auszumessen. Es ist mir gut gelungen und die Muster passten auf Anhieb perfekt.

Mittlerweile ist es “Be the Reason“ auch schon gelungen, in einem Skaterladen in Bülach einen Platz zu finden, wo wir unsere Kleidung ausstellen dürfen. Es freut uns, so den Kunden die Möglichkeit einer Vor-Ort-Betrachtung unserer Kleidung zu geben. Den Kontakt des Skaterladens in Bülach habe ich meiner Frau zu verdanken. Sie hat mich sehr oft zum Einkaufen mit in diesen Laden genommen. So habe ich eines Tages den Besitzer angesprochen und mein Projekt vorgestellt. Er war so begeistert das er mir sofort das Angebot gemacht hat, meine Produkte bei ihm ausstellen zu dürfen, sensationell.

Der nächste Schritt war neben dem Laden in Bülach auch ein Onlineshop einzurichten, um auch Kunden ausserhalb von Bülach, zu erreichen. Mit dem Online-Shop wurde es möglich den ganzen DACH-Raum zu erreichen. Denn “Be the Reason” ist es nicht wichtig, dass die Produkte so schnell wie möglich verkauft werden. Der Hauptgrund für dieses Projekt ist, dass verschiedene Organisationen, die sich für unsere Umwelt einsetzen, aufmerksam werden. Ich habe einmal eine persönliche Umfrage gestartet und dabei festgestellt, dass viele Menschen keine Organisationen kennen, die sich für Klima und Umwelt einsetzen. Das muss sich dringend ändern, denn diese leisten wirklich tolle Arbeit. Für den Onlineshop braucht “Be the Reason” selbstverständlich auch Models und geeignete Bilder. Da ich in Deutschland und der Schweiz recht gut vernetzt bin, wurden Models und auch ein toller Fotograf schnell gefunden. Die Produkte für die Models und den Fotografen, der sich auch bereit erklärt hat, mit auf die Webseite zu kommen, wurden umgehend Kleidungsstücke bestellt und ein kleines Detail mit den Initialen von “Be the Reason” wurde durch eine herausragende Näherin angebracht. So sind diese wunderschönen Aufnahmen entstanden. Das Shooting war ein unendlich witziger Tag und ein unvergessliches Erlebnis. Vielen Dank an alle Beteiligten.

Was hat das «Be the reason” mit den Organisationen zu tun?

Die Idee dahinter ist, dass jeder Käufer entscheiden kann, welche Organisation er unterstützen möchte. Zusätzlich hat der Käufer ein tolles Streetwear Produkt und gleichzeitig auch etwas Gutes für das Klima und/oder die Umwelt getan. Ganz nach dem Motto: “Unterstütz doch wen du willst, aber tu es.”

“Be the Reason“ wird für jedes verkaufte Produkt, einen Franken an die Organisation überweisen, die der Käufer ausgesucht hat. Der Betrag wird immer gesamthaft Ende des Monats an die jeweilige Organisation überwiesen.

Alle Produkte werden umweltfreundlich an den Kunden verschickt. Das bedeutet, dass die Produkte nicht in Plastiktüten verpackt werden und auch die Rechnung wird nicht auf Papier, sondern nur per Mail verschickt. Selbst das Paket wird nicht mit Plastikklebeband zugeklebt, sondern mit Papierklebeband. “Be the Reason” soll und wird so umweltfreundlich wie möglich handeln.

Aus welchem Material werden die Streetwear Produkte hergestellt?

Ich hatte ein ausführliches Gespräch mit dem Hersteller, der mir einige Tipps zu Baumwolle gegeben hat. Ich fragte ihn, ob es noch andere Varianten oder Methoden als Baumwolle gäbe. Der Rohstoff für die Kleidungsstücke soll nachhaltig und umweltfreundlich sein und Baumwolle braucht für das Wachstum der Pflanze, Unmengen von Wasser. Wir sprechen von 2700 Litern Wasser für 1 (!) T-shirt. Er hat mir vorgeschlagen, auf den Rohstoff Baumbus zu achten. Ich musste nicht lange überlegen, denn wer schonmal Bambus im Garten hatte, weiss wie schnell Bambus wächst und sich ausbreitet. Bis zur fertigen Faser wird Bambus zwar mit Chemie bearbeitet, aber dieser geringe Chemieanteil wird vor der Verarbeitung herausgewaschen und gefiltert. Auch das geschieht alles im gleichen Ort. Zudem trägt sich ein Bambusshirt wesentlich angenehmer als Baumwolle. Ich kann es nur empfehlen. In einem Bambus-Shirt schwitzt man kaum und im Vergleich zu Baumwolle merkt man auch kaum, dass man ein Shirt trägt. Das Bambusshirt ist sehr weich fasst ganz fein und edel an.

“Be the Reason“ bedankt sich bei jedem einzelnen Käufer, der sich für ein nachhaltiges Produkt entschieden hat. Die Organisationen haben sich zudem noch etwas einfallen lassen, um jedem Käufer, zu danken. Alle 5 Organisationen haben sich dafür entschieden, ein kleines Dankeschön Video als Anhang der Bestellung mitzusenden. Ein Present wurde mit der Begründung abgelehnt, dass es Müll verursachen würde. Dies wollen die Organisationen bekämpfen, als einigte man sich auf einen Dankesclip.